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Pantovigar oder Priorin: Was hilft bei Haarausfall?

Autorenbild: Anzeige - Apotheken Wochenblatt
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vor 11 Minuten
2 Min. Lesezeit

Wenn plötzlich mehr Haare in der Bürste hängen, greifen viele zu Präparaten aus der Apotheke. Pantovigar und Priorin gehören zu den bekanntesten. Beide setzen auf Nährstoffe für die Haarwurzel, unterscheiden sich aber in der Zusammensetzung.


Das Wichtigste in Kürze: Pantovigar und Priorin enthalten Nährstoffe wie L-Cystin und Pantothensäure. Pantovigar setzt zusätzlich auf medizinische Hefe und Keratin, Priorin auf Hirse-Extrakt. Beide richten sich an diffusen Haarausfall und brauchen mehrere Monate. Bei erblich bedingtem Haarausfall helfen sie nicht.

Formen von Haarausfall

Form

Merkmale

Diffuser Haarausfall

gleichmäßig verteilt, oft nach Stress, Infekten, Diäten oder Geburt

Erblich bedingter Haarausfall

Geheimratsecken, lichter Scheitel, hormonell beeinflusst

Kreisrunder Haarausfall

runde, kahle Stellen, Autoimmunerkrankung


Nährstoffpräparate kommen vor allem bei diffusem Haarausfall infrage.



Pantovigar

Pantovigar enthält unter anderem:


  • Medizinische Hefe

  • Calciumpantothenat (Vitamin B5)

  • Thiamin (Vitamin B1)

  • L-Cystin, eine schwefelhaltige Aminosäure

  • Keratin, den Baustoff der Haare


Es ist als Arzneimittel bei diffusem Haarausfall zugelassen, der nicht hormonell bedingt ist.



Priorin

Priorin setzt vor allem auf:


  • Hirse-Extrakt

  • L-Cystin

  • Pantothensäure


Je nach Produkt handelt es sich um ein Arzneimittel oder ein Nahrungsergänzungsmittel, die Packung gibt Auskunft.


Hirsekörner in einer Schale neben Kapseln
Hirse, L-Cystin und B-Vitamine sind typische Inhaltsstoffe von Haarpräparaten.


Der Vergleich

Merkmal

Pantovigar

Priorin

Kernzutat

medizinische Hefe, Keratin

Hirse-Extrakt

L-Cystin

ja

ja

Pantothensäure

ja

ja

Anwendungsdauer

mehrere Monate

mehrere Monate

Einsatz

diffuser Haarausfall

diffuser Haarausfall



Geduld ist entscheidend

Haare wachsen nur etwa einen Zentimeter pro Monat. Zudem befinden sich viele Haare in einer Ruhephase, bevor sie ausfallen. Deshalb gilt:


  1. Eine Wirkung ist frühestens nach drei Monaten zu erwarten.

  2. Hersteller empfehlen oft eine Einnahme über drei bis sechs Monate.

  3. Regelmäßige Einnahme ist wichtig.



Was sagt die Studienlage?

Für die Präparate gibt es einige Studien, vor allem bei Frauen mit diffusem Haarausfall. Die Datenlage ist aber begrenzt. Wer keinen Nährstoffmangel hat, profitiert möglicherweise kaum.



Häufige Ursachen, die man abklären sollte

  • Eisenmangel, besonders bei Frauen

  • Schilddrüsenerkrankungen

  • Hormonelle Veränderungen, etwa nach der Geburt oder in den Wechseljahren

  • Medikamente

  • Starke Diäten oder Eiweißmangel

  • Stress und schwere Infekte


Diese Ursachen sollten ärztlich abgeklärt werden, bevor man monatelang Präparate einnimmt.



Häufige Fragen

Helfen Pantovigar oder Priorin bei Geheimratsecken?

Nein. Bei erblich bedingtem Haarausfall wirken andere Mittel, etwa Minoxidil, deren Anwendung ärztlich besprochen werden sollte.

Kann man beide gleichzeitig nehmen?

Das ist nicht sinnvoll, da sich die Inhaltsstoffe überschneiden.

Wann sollte man mit Haarausfall zum Arzt?

Bei plötzlichem, starkem oder fleckförmigem Haarausfall sowie bei begleitenden Beschwerden wie Müdigkeit oder Gewichtsveränderungen.


Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder in Ihrer Apotheke.


Hinweis: Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine individuelle Beratung durch Ärztin, Arzt oder Apotheke. Genannte Produkt- und Markennamen dienen ausschließlich der Information.

 
 
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