top of page

Angocin Anti-Infekt N: Wirkung und Nebenwirkungen

Autorenbild: Anzeige - Apotheken Wochenblatt
Anzeige - Apotheken Wochenblatt
vor 7 Stunden
2 Min. Lesezeit

Angocin Anti-Infekt N ist ein pflanzliches Arzneimittel, das bei Atemwegs- und Harnwegsinfekten eingesetzt wird. Es basiert auf zwei Pflanzen, die viele aus der Küche kennen: Kapuzinerkresse und Meerrettich.


Das Wichtigste in Kürze: Angocin enthält Kapuzinerkressenkraut und Meerrettichwurzel. Deren Senföle wirken im Labor gegen Bakterien und Viren. Das Präparat wird unterstützend bei Infekten der Nebenhöhlen, Bronchien und Harnwege eingesetzt. Magen-Darm-Beschwerden sind die häufigste Nebenwirkung.

Was sind Senföle?

Senföle, chemisch Isothiocyanate, sind für den scharfen Geschmack von Senf, Meerrettich, Rettich und Kapuzinerkresse verantwortlich. Die Pflanzen bilden sie als natürlichen Schutz gegen Schädlinge.


Im Labor zeigen Senföle:


  • antibakterielle Eigenschaften, auch gegen typische Erreger von Harnwegsinfekten

  • antivirale Eigenschaften

  • entzündungshemmende Effekte


Da die Senföle über die Lunge und die Nieren ausgeschieden werden, sollen sie genau dort wirken, wo die Infekte sitzen.



Anwendungsgebiete

Angocin Anti-Infekt N wird unterstützend eingesetzt bei:


  • Akuten Entzündungen der Nasennebenhöhlen

  • Akuten Entzündungen der Bronchien

  • Akuten Entzündungen der ableitenden Harnwege, etwa bei Blasenentzündung


Es kann auch vorbeugend bei wiederkehrenden Harnwegsinfekten eingesetzt werden, dazu sollte man sich ärztlich beraten lassen.


Frau mit Erkältung am Küchentisch mit Tee und Taschentüchern
Senföle werden über Lunge und Nieren ausgeschieden und sollen dort wirken.


Was sagen die Studien?

Für die Kombination aus Kapuzinerkresse und Meerrettich gibt es einige klinische Untersuchungen, unter anderem zur Vorbeugung wiederkehrender Harnwegsinfekte. Die Ergebnisse sind vielversprechend, die Studienlage ist aber insgesamt begrenzt. Die deutsche Leitlinie zu Harnwegsinfekten nennt pflanzliche Präparate als mögliche Option bei unkomplizierten Infekten und zur Vorbeugung.



Nebenwirkungen

Nebenwirkung

Häufigkeit

Magen-Darm-Beschwerden

gelegentlich

Allergische Hautreaktionen

selten

Sodbrennen, Aufstoßen

gelegentlich


Die Tabletten am besten nach dem Essen mit ausreichend Flüssigkeit einnehmen, um den Magen zu schonen.



Für wen ist Angocin nicht geeignet?

  • Menschen mit Magen- oder Darmgeschwüren

  • Menschen mit Nierenerkrankungen

  • Kinder unterhalb der in der Packungsbeilage genannten Altersgrenze

  • Schwangere und Stillende, nur nach ärztlicher Rücksprache



Wann zum Arzt?

Bei Blasenentzündung: Fieber, Flankenschmerzen, Blut im Urin, Beschwerden bei Männern, Schwangeren oder Kindern sowie Beschwerden, die nach wenigen Tagen nicht besser werden. Bei Atemwegsinfekten: hohes Fieber, Atemnot oder starke Gesichtsschmerzen.



Häufige Fragen

Ersetzt Angocin ein Antibiotikum?

Bei leichten Infekten kann es eine Option sein. Bei schweren oder komplizierten Infekten ersetzt es kein Antibiotikum.

Kann man Angocin vorbeugend nehmen?

Bei wiederkehrenden Harnwegsinfekten wird es teilweise vorbeugend eingesetzt, am besten nach ärztlicher Beratung.

Warum kann Angocin Sodbrennen verursachen?

Die scharfen Senföle können die Magenschleimhaut reizen. Die Einnahme nach dem Essen hilft.


Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder in Ihrer Apotheke.


Hinweis: Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine individuelle Beratung durch Ärztin, Arzt oder Apotheke. Genannte Produkt- und Markennamen dienen ausschließlich der Information.

 
 
bottom of page